Organe der Stiftung für Wirtschaftsbildung

Vorstand

Ein Gruppenfoto mit Agnes Streissler-Führer, Nikolaus Griller und Matthias Reisinger, die 2021 als Vorstand der Stiftung für Wirtschaftsbildung bestellt wurden. © Jeffrey Lim, 2021

Seit 2021 leiten Agnes Streissler-Führer, Nikolaus Griller und Matthias Reisinger (v.l.n.r.) als Führungstrio die Stiftung für Wirtschaftsbildung.

Matthias Reisinger

Portraitfoto Matthias Reisinger © Matthias Brandstetter

Matthias Reisinger führt die Stiftung hauptberuflich und umreißt die Arbeitsschwerpunkte der Stiftung:

Wir unterstützen Schulen dabei, ihre Schüler*innen durch eine wirkungsvolle Vermittlung von Wirtschafts- und Finanzkompetenzen sowie von Fähigkeiten des 21. Jahrhunderts bestmöglich auf ihr Leben nach der Schule und auf ihre Zukunft vorzubereiten. Bei der Umsetzung dieses Ziels werden wir uns in einem ersten Schritt auf die Unterstützung von Lehrkräften konzentrieren. Darüber hinaus wollen wir einen österreichweiten Schulpiloten für Wirtschaftsbildung starten.

Agnes Streissler-Führer

Portraitfoto Agnes Streissler-Führer © gpa

Agnes Streissler-Führer bringt ihre breite Erfahrung im Wirtschaftsleben in die Stiftung ein und führt ihre Funktion ehrenamtlich aus. Wichtig dabei ist ihr, Wirtschaftsbildung nicht zu eng zu fassen:

Ebenso wie digitale Bildung darf auch Wirtschaftsbildung nicht einfach nur die Schulung auf ein bestimmtes System sein. Unser Ziel muss es sein, bei jungen Menschen die Fähigkeit zu entwickeln, dass sie wirtschaftliche Strukturen und Prozesse reflektieren, sie hinterfragen und weiterzuentwickeln können. Wirtschaftsbildung und die Beteiligung an demokratischen Prozessen – sei es im öffentlichen Bereich oder im Betrieb – gehen dabei Hand in Hand.

Nikolaus Griller

Portraitfoto Nikolaus Griller © JI

Nikolaus Griller, der seine Erfahrung als Unternehmer in die Agenden der Stiftung einbringt und ebenfalls ehrenamtlich tätig ist, sieht im mangelnden Wirtschaftswissen auch einen Grund für die immer breiter werdende Kluft zwischen Arm und Reich:

Wir sind überzeugt, dass die Sekundarstufe 1, also die Unterstufe, der richtige Zeitpunkt ist, um Wirtschaftswissen zu erlernen und von da an richtig anzuwenden“. Ein weiteres Ziel sei es auch, den Jugendlichen die Grundzüge des unternehmerischen Denkens und Handelns beizubringen sowie ihnen ihre Möglichkeiten für eine aktive Teilnahme und Mitgestaltung der Wirtschaft aufzuzeigen, so Griller zu den Zielsetzungen der Stiftung.

Aufsichtsrat

Wir freuen uns, im Aufsichtsrat der "Stiftung für Wirtschaftsbildung" auf die Expertise folgender namhafter Personen zurückgreifen zu können:

Renate Anderl, Arbeiterkammer

Renate Anderl der Arbeiterkammer spricht © APA-Fotoservice/Ludwig Schedl

AK-Präsidentin Renate Anderl hat beim Thema Wirtschaftsbildung neben den gesamtgesellschaftlichen Zusammenhängen besonders die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Blick:

„Wirtschaft ist ein abstrakter Begriff. Uns ist es wichtig, dass junge Menschen sich möglichst früh ein breites Verständnis von Wirtschaft haben und sich als Teil der Wirtschaft verstehen: als KonsumentInnen, als ArbeitnehmerInnen oder vielleicht auch einmal als UnternehmerInnen. Dabei geht es einerseits darum, die eigene Rolle in der Gesellschaft zu verstehen; und andererseits in der Lage zu sein, mitzugestalten und somit ein aktiver Teil der Gesellschaft zu sein. Sie sollen auch verstehen, dass ‚die Wirtschaft‘ nicht naturgegeben ist, sondern dass man sie gestalten kann, dass man Dinge ändern kann, wenn sie schieflaufen – und dass sie selbst das auch in der Hand haben.“

Robert Holzmann, Oesterreichische Nationalbank

Robert Holzmann spricht © APA-Fotoservice/Ludwig Schedl

Robert Holzmann, Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank, erklärt:

„Die Oesterreichische Nationalbank als unabhängige Expertenorganisation hat sich zum Ziel gesetzt, die Finanzbildung in Österreich zu stärken. Mit dem praxisbewährten Programm Eurologisch bietet die Nationalbank bereits seit vielen Jahren zahlreiche evidenzbasierte Maßnahmen für unterschiedliche Zielgruppen an. Die Zusammenarbeit mit weiteren öffentlichen und privatwirtschaftlichen Organisationen im Rahmen dieser Stiftung war daher eine naheliegende Entscheidung, um das Ziel einer nachhaltigen Etablierung der Finanzbildung im Schulunterricht zu erreichen.“

Georg Knill, Industriellenvereinigung

Georg Knill spricht © APA-Fotoservice/Ludwig Schedl

Für Georg Knill, Präsident der Industriellenvereinigung, steht die Stärkung und Verankerung einer breiten und lebensweltbezogenen Wirtschafts- und Finanzbildung als Teil der Allgemeinbildung im Fokus.

„Wer in Österreich die Pflichtschule abschließt, soll das in Zukunft nicht ohne grundlegendes Wissen rund um das Thema Wirtschaft tun. Was ist der Unterschied zwischen Umsatz und Gewinn, Brutto und Netto, Export und Import? Was sind Zinsen? All das – und noch mehr – ist in unserer modernen Gesellschaft wichtiger Bestandteil einer umfassenden Vorbereitung auf ein erfolgreiches Leben als mündiger Bürger oder zukünftiger Unternehmer. Insofern kann die Stiftung entscheidend dazu beitragen, der Wirtschaftsbildung das ihr zustehende Gewicht zu verleihen. Ich freue mich daher, diese zentrale Anlauf- und Vernetzungsstelle für Wirtschaftsbildung in Österreich zu etablieren und zu unterstützen.“

Harald Mahrer, Wirtschaftskammer Österreich

Harald Mahrer spricht © APA-Fotoservice/Ludwig Schedl

Harald Mahrer, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, erklärt die Beweggründe für die Mitarbeit an der Stiftung für Wirtschaftsbildung mit einem klaren Bekenntnis:

„In der Wirtschaft gilt wie beim Fußball oder Skifahren: Je früher man beginnt, umso besser wird man. Wir brauchen exzellent ausgebildeten und topmotivierten Nachwuchs in Österreich. Deshalb engagiert sich die Wirtschaftskammer Österreich intensiv, um die Wirtschafts- und Finanzkompetenzen schon in den Schulen und bei den Jugendlichen zu stärken. Wir alle sind Wirtschaft und stehen ständig vor Entscheidungen, sei es als Kundin und Kunde, als Mitarbeiter und Mitarbeiterin oder als Unternehmerin und Unternehmer. Alle Österreicherinnen und Österreicher sollen im Wirtschaftsleben tragfähige Entscheidungen treffen können – eigenverantwortlich und gut informiert. Deshalb unterstützen wir die Ziele der Stiftung mit ganzer Kraft.“

Mariella Schurz, MEGA Bildungsstiftung

Marielle Schurz spricht © APA-Fotoservice/Ludwig Schedl

Für Mariella Schurz, Beirätin der MEGA Bildungsstiftung, steht fest, dass es bei den Themen Geld und Finanzen sowie wirtschaftliche Zusammenhänge deutliche Defizite bei jungen Menschen gibt – und diese Defizite machen sich dann im späteren Leben massiv bemerkbar.

„Wie sollen junge Menschen wirtschaftlich auf eigenen Beinen stehen, wenn ihnen die dafür nötige Bildungsbasis fehlt? Der Schulunterricht bereitet junge Menschen wenig auf das echte Leben vor, sie sind dabei von engagierten Eltern abhängig oder bleiben auf der Strecke. In diesem Zusammenhang ist mir das Thema Chancen-Fairness besonders wichtig, und Fairness beginnt bei der Bildung: Wer sich durch die Schule gut mit wirtschaftlichen Fragen auskennt, der nützt auch seine Chancen in Zukunft weitaus besser und kann so seine wirtschaftlichen und auch andere Talente entfalten. Um all diese Themen anzugehen, freue ich mich auf die gemeinsame Arbeit in einer einzigartigen Partnerschaft von privaten und öffentlichen Gründungsorganisationen.“

Günter Thumser, Innovationsstiftung für Bildung

Günter Thumser spricht © APA-Fotoservice/Ludwig Schedl

Für Günter Thumser, Vorsitzender des Stiftungsrats der Innovationsstiftung für Bildung, ist klar, dass die Verankerung eines derart wichtigen Zukunftsthema ein festes Fundament und eine breite Basis braucht.

„Ihrem Stiftungszweck, nämlich der Steigerung des Bildungsniveaus und der Innovationskompetenz in Österreich, entsprechend bringt die Innovationsstiftung für Bildung ihre gesamte Expertise und Erfahrung als Kompetenzstelle und Intermediär für Bildungsinnovationen in die Stiftung für Wirtschaftsbildung ein. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit den Partnern viel Neues zu entwickeln, mit einer entsprechenden Evaluierung zu begleiten und so die Wirksamkeit abzusichern. Mit entscheidend wird sein, die Pädagoginnen und Pädagogen zu unterstützen, ihnen auch zusätzliches Wissen und neuartige Vermittlungskompetenz an die Hand zu geben, damit in Zukunft alle Schülerinnen und Schüler mit einem grundlegenden wirtschaftlichen Verständnis ihren Lebensweg selbstständig, mündig und verantwortungsbewusst als Teil der Wirtschaft beschreiten. Denn wir alle sind ein Teil der Wirtschaft.“

Andreas Treichl, ERSTE Stiftung

Andreas Treichl spricht © APA-Fotoservice/Ludwig Schedl

ERSTE Stiftung Aufsichtsratspräsident Andreas Treichl verweist auf die langjährigen eigenen Erfahrungen mit dem Thema.

„In der Zweiten Sparkasse helfen ehrenamtliche Mitarbeiter seit 14 Jahren Menschen, die in finanziellen Schwierigkeiten sind. Viele dieser Menschen hätten mit mehr Finanzwissen dieser Entwicklung besser gegensteuern können. Mit dem Financial Life Park haben wir bewiesen, dass die Vermittlung von finanziellem Know-how und wirtschaftlichen Zusammenhängen spielerisch möglich ist und Spaß machen kann. Diese Erfahrungen möchten wir hier ebenso einbringen, wie darüber hinausgehende Expertise und Impulse, damit alle Kinder in Österreich künftig in der Schule lernen, was man über Wirtschaft und Finanzen wissen sollte. Deren Zusammenhänge zu verstehen, kann wesentlich darüber entscheiden, wie man im Leben mit Problemen und Überraschungen zurechtkommt.“