Grafik zur Ausschreibung für Innovationlabore. Zeigt die unterschiedlichen Möglichkeiten des Zusammenspiels einzelner Player und Möglichkeiten und Fktoren eines gemeinsamen Nutzens eines innovationslabors.

Innovationslabore für Bildung

Stiftungsvorstand Innovationsstiftung für Bildung, Dr. Jakob Calice, Portrait

„Wir wissen, Innovation entsteht dann, wenn man Raum und Zeit zum Denken und Ausprobieren hat und genau darum geht es bei den Innovationslaboren.“

Jakob Calice, Stiftungsvorstand

Fünf Innovationslabore für Bildung starten durch

Mit den fünf geförderten Laboren entstehen nun solche Räume zum Erproben und Entwickeln von innovativen Lehr- und Lernmethoden, neuartiger Didaktik sowie EdTech-Lösungen. In einer interaktiven Test- und Entwicklungsumgebung können Lehrkräfte und Schüler*innen aller Schultypen neue Bildungsformate erproben und weiterentwickeln. Ob diese Bildungsinnovationen tatsächlich Vorteile gegenüber etablierten pädagogischen und didaktischen Formaten bieten und sich für eine breite Anwendung im Schulsystem eignen, wird laufend wissenschaftlich evaluiert.

Fünf Innovationslabore testen die Bildung der Zukunft

Aufgrund der großen Anzahl an qualitativ sehr hochwertigen Einreichungen freut sich die Innovationsstiftung für Bildung, die Fördersumme von ursprünglich 1 Mio. Euro auf über 2 Mio. Euro aufzustocken. Somit können fünf Vorhaben gefördert werden und jetzt durchstarten. Zwischen Herbst 2021 und Sommer 2025 werden sie für Bildungsinnovationen im jeweiligen thematischen Bereich offenstehen, um diese (weiter-)zuentwickeln.

Bildungsminister Heinz Faßmann erklärt:

„Die Innovationslabore sind ein wichtiger Bestandteil für die evidenzbasierte Weiterentwicklung von innovativen Lehr- und Lernmethoden und damit vom österreichischen Bildungssystem insgesamt. Für wesentlich halte ich neben der Einbindung von Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern auch die Öffnung der Labore für eine interessierte Öffentlichkeit. Allein durch die Vernetzung entstehen oft neue Innovationen. Ich bin schon jetzt auf die ersten Ergebnisse gespannt.“

Die geförderten Vorhaben ergänzen sich nicht nur thematisch gut, sondern involvieren auch Organisationen in ganz Österreich:

  • EIL4MINT (Educational Lab Kärnten): Forschend-entdeckendes Lernen und „Sustainable MINT“
  • BiB-Lab (Technische Universität Wien): Wechselwirkung von Bildung und Raum(gestaltung)
  • INNALP Education Hub (Universität Innsbruck): Nachhaltige Bildung, Digitalisierung und Inklusion
  • INTER-DI-KO (Universität Salzburg): Digitalisierung, Kooperation und Interdisziplinarität
  • OnLabEdu (Fachhochschule Kärnten): Naturwissenschaftliche Online-Labore

Offen und nachhaltig zur Bildung für alle

Damit die Innovationslabore Schule und auch die breitere Bildungslandschaft nachhaltig strukturell verändern, ist neben der Einbindung von Lehrkräften und Schüler*innen auch zentral, dass die Labore von anderen interessierten Organisationen genutzt werden können. Durch den offenen Zugang zu ihren Angeboten schaffen die Innovationslabore ein Umfeld für Vernetzung, Forschung, Wissenstransfer und Innovation im Bildungsbereich. Stiftungsvorstand Jakob Calice betont:

„Innovationslabore – und die fünf ausgewählten Vorhaben speziell – sind nicht nur hervorragende Initiativen, um relevante Akteur*innen zu vernetzen und Synergien zu nutzen. Sie steigern auch die Innovationskompetenz der Lehrkräfte und Schüler*innen, die sich an ihnen beteiligen. Aus dieser Zusammenarbeit können auch neue Fragestellungen und Innovationsprojekte entstehen, die unser Bildungssystem voranbringen. Wir sind schon sehr gespannt, wie sich diese Vorhaben in den kommenden Jahren entwickeln und genutzt werden.“

Jakob Calice zu Gast bei den #edustories

Thomas Strobl von BildungsTV spricht mit Jakob Calice über die Innovationslabore für Bildung und ihre Signifikanz für das österreichische Bildungssystem:

Die Ausschreibung

"Schule lernt Lernen" ist nicht zuletzt aufgrund der aktuellen Situation, die viele Herausforderungen aber auch viele Chancen zum Lernen und Verändern bietet, einer unserer aktuellen Schwerpunkte.

Damit Schule langfristig systemisch lernen kann, setzen wir mit der Ausschreibung für Innovationslabore für Bildung schon jetzt einen wirkungsvollen Startschuss und schreiben Fördermittel von insgesamt einer Million Euro aus.

In Innovationlaboren für Bildung erproben und entwickeln Lehrkräfte, Schüler*innen gemeinsam mit Initiativen und Wissenschaftler*innen innovative Lehr- und Lernmethoden, neuartige Didaktik sowie EdTech-Lösungen.

Mit der Förderung des Aufbaus und Betriebs von Innovationslaboren für Bildung soll ein offenes, diskriminierungsfreies Umfeld für Innovationsvorhaben im Bildungsbereich geschaffen werden, um

  • Innovationstätigkeiten im Bildungsbereich unter Einbindung relevanter Akteur*innen zu bündeln,
  • Innovationskompetenz der Lehrkräfte sowie der Schüler*innen, die an der Erprobung neuer Lehr- und Lernmethoden/-konzepte/-technologien beteiligt sind, zu steigern,
  • das Bildungsangebot nachhaltig strukturell zu verändern,
  • interaktive Test- und Entwicklungsumgebungen für die Generierung neuer Fragestellungen und Innovationsprojekte zu schaffen,
  • Aus- und Aufbau von Innovations-Expertise und Wissensaustausch zu fördern und
  • regionale wie überregionalen Synergien zu nutzen.

Bewerben konnten sich Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Technologietransfereinrichtungen, Innovationsmittler und sonstige wissenschaftsorientierte Organisationen, Selbstverwaltungskörper und nicht profitorientierte Organisationen. Ein Innovationslabor für Bildung arbeitet eng mit Schulen zusammen.

Die Ausschreibung wickelt die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) in unserem Auftrag ab.

Alle Informationen zur Ausschreibung unter https://www.ffg.at/Innovationslabore_fuer_Bildung.

Die Ausschreibung lief von 22.6.2020 bis 24.2.2021.